Philosophie

Achtsam. Anders.

Achtsam. Anders. So lautet mein Motto und so möchte ich mein Training für dich als Mensch mit deinem Hund gestalten.

Warum gerade dieses Motto und warum spreche ich so viel von den Bedürfnissen von Hund und Mensch? 

Hundetraining Herford

Was ist bedürfnisorientiertes Hundetraining?

Im klassischen Verständnis von Hundetraining geht es ganz viel darum, wie man Hunde zum „Funktionieren“ bekommt. Sie sollen selbstverständlich die Dinge tun, die wir ihnen sagen und nebenbei natürlich ganz viel „Sein lassen“. 

Nicht falsch verstehen: Bei der heutigen Hunde- und Menschendichte ist es in ganz vielen Belangen für ein gutes Zusammenleben aller Beteiligten wichtig, dass unsere Hunde uns zuhören, Signale ausführen und gleichzeitig auch viele Dinge, die sie spontan vielleicht tun möchten,  sein lassen können. Wenn man anfängt, sich mit den Bedürfnissen aller beteiligten Lebewesen auseinanderzusetzen, scheint es sehr logisch, dass ein Wildtier das Bedürfnis hat, nicht gejagt zu werden, dass der Herr im schicken Anzug nicht angesprungen werden möchte und dass die anderen Mitreisenden im Bus möchten, dass eine evtl. geltende Maulkorbpflicht eingehalten wird. 

Und genauso wichtig sind natürlich deine eigenen Bedürfnisse und die der anderen Lebewesen in eurem Haushalt. Damit du und dein Hund gut zusammenleben könnt, ist es sehr sinnvoll, dass du z.B. dein Bedürfnis nach ungestörtem Arbeiten im Homeoffice erfüllen kannst, ohne dass dein Hund nebenbei bellend durch’s Haus springt.

Bedürfnisorientierter Umgang mit dem Hund als Bissprävention und Gesundheitsprophylaxe

Hier wird aber auch schon deutlich: Das Leben in unserer Menschenwelt bringt ganz automatisch viele Einschränkungen für unsere Hunde mit. Ein Leben, das aber hauptsächlich aus solchen Einschränkungen besteht, ist anstrengend und frustrierend. Hier können wir zum einen überlegen, ob es ethisch vertretbar ist, ein Hund in ein solchen Leben zu pressen.  Zum anderen: Dauerhaft mit Anstrengung und Frust zu leben, ohne adäquate Gelegenheiten zum Ausgleich, kann für den Hund und seine Umwelt gefährlich und schädlich sein. Insofern betrachte ich einen achtsamen, bedürfnisorientierten Umgang mit dem Hund tatsächlich als beste Bissprävention zum einen und als Gesundheitsprophylaxe zum anderen.

Über all dem steht außerdem meine feste Überzeugung, dass Hunde einen wertschätzenden, freundlichen Umgang verdient haben.

Menschen natürlich genauso: Du sollst auch für dich eine genauso angenehme Lernatmosphäre vorfinden, wie du dir das für deinen Hund wünschst.

Was bedeutet das für’s Training?

Mein Wunsch und Ziel für dich und deinen Hund also: Euch soll es in eurem Zusammenleben gutgehen.

Deswegen schauen wir gemeinsam, wie wir eure individuellen Bedürfnisse in Einklang bringen können. Da gibt es meist mehrere „Stellschrauben“ an denen wir drehen können. Meist gehört dazu, einen Blick auf den Alltag von dir und deinem Hund zu werfen. Oft ist ein Teil des Trainings, dass du achtsamer für das Ausdrucksverhalten, die Körpersprache deines Hundes wirst, deinen Hund gut „lesen“ lernst. Und natürlich gibt es dann in der Regel auch ganz konkrete Verhaltensweisen, die du und dein Hund trainieren können um im Alltag gut zurecht zu kommen.